03.12.2006

Stars & Stripes

Unsere Entwickler haben keines der etablierten, klassischen Frameworks wie Struts verwendet, sondern Stripes, ein kompaktes, einfaches OpenSource-Framework. Dank Stripes konnte Dealjaeger.de in Rekordzeit programmiert werden.

Zunächst wollten wir eine Kombination aus Struts und der speziellen Erweiterung Strecks einsetzen, da wir in diesem Bereich bereits über Know-How verfügten. Erst durch einen zufällig entdeckten Link auf der Struts-Website sind wir auf Stripes gestoßen. Schnell wurde klar, dass Stripes genau auf die gestellten Anforderungen (flache Lernkurve und schnelle Entwicklung) passte.

Stripes ist ein leichtes und einfaches, sehr kompaktes, relativ junges OpenSource-Framework, entwickelt von Tim Fennell. Nach unseren Erfahrungen ist der größte Vorteil von Stripes gegenüber Struts, dass konsequent Java5-Annotationen eingesetzt werden. Deshalb sind Konfigurationsdateien, abgesehen von der web.xml-Datei für die Konfiguration von Stripes selbst, überflüssig. Alle benötigten Informationen (Validierungsregeln, URL-Binding) werden mit Annotationen in den Code selbst eingebunden. Die Annotationen ermöglichen es darüber hinaus, eigene Methoden im Quellcode an vordefinierten Stellen der Request-Verarbeitung “einzuhängen”. Damit genügt es, eine einfache Methode und eine Annotation zu schreiben, um zum Beispiel spezielle Eingabevalidierungen in den Programmfluss einzufügen. Dies macht Stripes zu einer einfachen, aber sehr mächtigen Programmierarchitektur.

Dadurch lassen sich Web-Anwendungen stark vereinfachen, eine sehr viel höhere Produktivität beim Entwickeln ist möglich. Gerade in Verbindung mit den von uns ebenfalls verwendeten OpenSource-Komponenten Spring und Hibernate sorgt Stripes für eine sehr leichte und doch mächtige Java-Architektur.

Auch andere Anwender von Stripes haben gute Erfahrungen gemacht. Bei einem Performance-Test war eine mit Stripes umgesetzte Webseite drei- bis viermal so schnell wie eine mit WebWork (ein weiteres Java-Framework) erstellte Version. Derartige spektakuläre Ergebnisse können wir mangels Erfahrungswerten noch nicht vorweisen, aber Stripes scheint auf keinen Fall langsamer zu sein als Struts.

Damit hat sich der Einsatz von Stripes für uns als die rundum richtige Entscheidung erwiesen!
Weitere (englische) Erfahrungsberichte zum Einsatz von Stripes gibt es hier oder hier.

English Summary:

Instead of using an established framework like Struts, our developers chose Stripes, a rather new framework. Stripes was initially developed by Tim Fennell and relies consequently on Java5 annotations, thus making configuration files largely obsolete. All needed information like validation rules and URL-binding are included in the code itself.

Because of this, Stripes is easy to use, simple to learn but very powerful. It met the main requirements of our developers (which were fast developing and avoiding steep learning curves) and made working on Dealjaeger.de a real pleasure: We built our first test version in about only seven weeks!



1 Kommentar

  • cornelius am 05.12.2006 um 17:25 Uhr

    Interessant mal was von der Technik im Hintegrund zu erfahren, besonders aus der Performance-Perspektive, die oft vernachlaessigt wird. Wie ist die Meinung zu Ruby on Rails? Ist von der Performance-Seite wohl etwas schlechter, aber daran wird hart gearbeitet. Produktivitaet ist damit noch hoeher als mit Stripes/Java/.Net und auch Big Player wie Amazon starten schon Projekte damit. Es wird aber zur Zeit wohl noch leichter sein Java Programmierer zu finden, an Stelle von Ruby-Programmierern.

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