11.06.2007

Barcamp und Kommerz

Zuerst ein grosses DANKE an alle, die das Barcamp Hamburg möglich gemacht haben: die Organisatoren, die Sponsoren und natürlich allen, die Sessions gehalten haben. Die Veranstaltung war m.E. sehr gut organisiert. Das gute Wetter erwies sich als Fluch und Segen zugleich. Ich bin ans Schwitzen allerdings gewöhnt, denn wir haben in unserem Büro auch keine Klimaanlage. ;-) Wobei: Sind Klimaanlagen angesichts der Klimawandel-und-Energiespar-Debatte eigentlich noch politisch korrekt? Und zu der nur partiellen WLAN-Verfügbarkeit: Vielleicht fördert es ja die Diskussionen, wenn man nicht immer mit dem Laptop zugange ist!?!

Barcamp Hamburg LogoMit Interesse habe ich den Beitrag vom Werbeblogger zum Barcamp gelesen. Die Perspektive kann ich gut nachvollziehen, doch die “Szene” muss sich die Frage stellen: Wohin geht der Weg? Die zunehmende Kommerzialisierung kann man auch als Chance begreifen. In den USA erlaubt sie Bloggern, von ihrem ehemaligen “Hobby” sehr gut zu leben und mit ihren Inhalten viele Menschen zu erreichen. Nicht wenige Blogger hierzulande würden es ihnen gern nachmachen und sich beruflich ganz aufs Bloggen verlegen. Doch das erfordert eine partielle Öffnung nach außen.

Diese muss natürlich kritisch hinterfragt werden, doch eine Verteufelung ist der falsche Weg. Das Barcamp Frankfurt war auch dank Cisco ein tolles Event. Ein solches Event auf die Beine zu stellen, erfordert vor allem viel Zeit und Arbeit und wäre ohne Organisatoren wie Robert Basic oder Andreas Dittes nicht möglich. Aber auch diese profitieren von der Unterstützung der Sponsoren. Sowohl Frankfurt wie auch Hamburg haben jeweils ein Wochenende lang eine professionelle und dabei komplett kostenlose Konferenz geboten.

Das Event selbst sollte sich dabei nicht vereinnahmen lassen. Aber das Besondere an Barcamps ist eben, dass durch die Basisdemokratie solche Tendenzen verhindert werden können. Schließlich braucht sich ja niemand kommerzielle Sessions anzuhören. Und insbesondere in Hamburg gab es mehr als genug Räume und eine breite Palette an Themen und damit Alternativen. Bei meinen gemeinsamen Sessions mit Cem Basman sowie mit Thomas Promny habe ich im Übrigen versucht, weder verwandt.de noch Dealjaeger.de vorzustellen, sondern mit anderen Gründern und Start-Up Interessierten Erfahrungen zu teilen.

Der Erfolg der bisherigen Barcamps, die auflebende Gründerszene und das grosse Medieninteresse führen zu einem heterogeneren Teilnehmerfeld, im Guten wie im Schlechten. Ein Lösung mag es sein, einzelnen Barcamps spezielle Schwerpunktthemen zuzuweisen. Eine schlichte Verteufelung von Kommerzialisierung ist der falsche Ansatz. Das Rad lässt sich einfach nicht zurückschrauben.

Sven, Dealjaeger.de- und verwandt.de-Team

Hinweis: Dieser Beitrag wird auf den Blogs von Dealjaeger.de und verwandt.de gleichermaßen veröffentlicht.



6 Kommentare

  • Nachlese: Barcamp Hamburg 07 « Sprechblase am 11.06.2007 um 13:51 Uhr

    [...] Barcamp und Kommerz, Sven Schmidt [...]

  • Hitflip Merchant Blog » Blog Archiv » Barcamp Marketing am 12.06.2007 um 11:28 Uhr

    [...] Was am Hamburger Barcamp wohl “besonders” war ist das Themen Startups / Finanzierung / Gründung / Monetarizierung sehr vertreten waren und daß das teilweise als zu Animositäten geführt hat. Die Jungs von Dealjäger / Verwandt.de haben mit ihrer Aufkleber Aktion wohl ihren Beitrag zum Anzeizen der Diskussion geleistet Diesen hier finde ich lustig: [...]

  • paulinepauline am 14.06.2007 um 20:28 Uhr

    äh, kann man die trackbacks nicht anklicken? oder liegt das an meiner alten mühle?

  • Dealjaeger.de-Blog am 15.06.2007 um 8:54 Uhr

    @ pauline

    Nö, du kannst die Trackbacks nicht klicken weil unser Uralt-Design, das wir (Redaktion) seit vier Monaten durch ein neues ersetzen wollen, dabei aber bei den Entwicklern auf taube Ohren stoßen, das nicht vorsieht!

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